Rhapontikrhabarber (Rheum rhaponticum) – Samen
2,90 €
Kurzbeschreibung: Rhapontikrhabarber (Rheum rhaponticum) – alte, kraftvolle Rhabarberart aus Südosteuropa mit dekorativen Blättern und langer Kulturgeschichte.
Beschreibung
Rhapontikrhabarber (Rheum rhaponticum) – Samen
Informationen zum Saatgut
- Herkunft: Österreich
- Ernte der Samen: 2025
- Keimdauer: 14–28 Tage bei 18–22 °C. Jede Packung enthält ca. 10 Samen. Größere Mengen bitte auf Anfrage.
Informationen zur Spezies
- Familie: Polygonaceae (Knöterichgewächse)
- Synonyme: Rheum rhaponticum L., Rheum hybridum auct., Rheum undulatum var. rhaponticum
- Vorkommen: Ursprünglich aus Südosteuropa und Kleinasien, kultiviert in Mitteleuropa seit dem 16. Jahrhundert.
Der Rhapontikrhabarber (Rheum rhaponticum) ist eine traditionsreiche Rhabarberart, die im Gegensatz zu vielen modernen Kulturformen zu den ältesten in Europa eingeführten Arten zählt. Schon im Mittelalter wurde er wegen seines kräftigen Wuchses, der dekorativen Blätter und der charakteristischen Blütenstände geschätzt. Seine kräftigen, grünlich-roten Blattstiele und die großen, herzförmigen Blätter machen ihn zu einer imposanten Staude im Garten. Diese Art gilt als eine der Stammformen vieler heutiger Kulturrhabarber – eine faszinierende Verbindung von Nutzpflanze, Geschichte und Zierde.
Aussaathinweise 🌱
- Aussaatzeit: Frühling (März bis Mai)
- Keimdauer: 2–4 Wochen bei 18–22 °C
- Saattiefe: ca. 1 cm, leicht mit Erde bedecken
- Substrat: Nährstoffreiche, humose Gartenerde mit guter Drainage
- Standort: Sonnig bis halbschattig
- Gießen: Gleichmäßig feucht, aber nicht staunass
- Pflanzabstand: 80–100 cm
💡 Tipp: Junge Pflanzen im ersten Jahr nicht ernten, damit sich kräftige Wurzeln ausbilden können. Ab dem zweiten Standjahr kann regelmäßig geerntet werden, ohne die Pflanze zu schwächen.
Verwendung & Bedeutung 🌸
Der Rhapontikrhabarber ist sowohl historisch als auch botanisch interessant: Während seine modernen Verwandten (z. B. Rheum × hybridum) vor allem in der Küche beliebt sind, wurde Rheum rhaponticum über Jahrhunderte hinweg auch als Arzneipflanze genutzt. In Klostergärten fand man ihn bereits im 16. Jahrhundert – dort diente er als dekorative Staude und als Symbol für Fruchtbarkeit und Erneuerung.
Er ist heute vor allem in naturnahen Bauerngärten und historischen Pflanzensammlungen zu finden, wo er mit seinen großen Blättern und den auffälligen Blütenständen ein eindrucksvolles Bild abgibt. Die Blattstiele sind essbar, wenn auch weniger mild als bei modernen Züchtungen – die Wurzeln hingegen enthalten wertvolle Anthrachinone und Gerbstoffe, weshalb sie traditionell zur Herstellung von Bitterelixieren genutzt wurden.
Symbolisch steht der Rhabarber für Wachstum und Erdverbundenheit – seine kraftvolle Erscheinung ist Sinnbild für Vitalität und die Rückkehr des Lebens im Frühling.
Tipps & Tricks für Hobbygärtner 🌿
- Ein sonniger, tiefgründiger Standort fördert kräftige Blätter.
- Regelmäßig mit Kompost oder organischem Dünger versorgen.
- Vermehrung auch durch Teilung älterer Wurzelstöcke möglich.
- Blütenstände frühzeitig entfernen, um die Blattentwicklung zu fördern.
- Überwintert problemlos im Freien, winterharte Staude.
Wissenswertes 📖
Rheum rhaponticum wurde schon in der Antike erwähnt und gelangte über die Handelsrouten aus dem Kaukasus und Kleinasien nach Mitteleuropa. Der Name „Rhaponticum“ bedeutet wörtlich „Rhabarber aus Pontus“ (einer antiken Region am Schwarzen Meer).
Im Gegensatz zu den asiatischen Arzneirhabarbern (Rheum palmatum, Rheum officinale) wurde diese Art primär als Zier- und Nahrungspflanze in Europa kultiviert. In alten Kräuterbüchern wie denen von Tabernaemontanus oder Lonicerus findet sich die Pflanze als Symbol der Lebenskraft und als „Reiniger des Blutes“ – ein Ausdruck für ihre Bitterstoffe, die man damals schätzte.
Auch in der Renaissance spielte der Rhapontikrhabarber eine Rolle als exotische Gartenpflanze: Seine imposanten Blätter wurden als Hintergrundpflanzung in Apothekergärten verwendet. Moderne Untersuchungen zeigen, dass die Art genetisch klar von Rheum palmatum zu unterscheiden ist, was sie für botanische Sammler besonders interessant macht.
Heute erlebt Rheum rhaponticum ein kleines Revival, da viele Gärtner wieder historische, robuste Nutzpflanzen suchen, die ohne intensive Pflege auskommen. Seine majestätische Erscheinung, Langlebigkeit und Geschichte machen ihn zu einem echten Klassiker für den Selbstversorgergarten.
😃 Gratis Samen zu jeder Bestellung!
ℹ️ Wichtiger Hinweis
Trotz sorgfältiger Kontrollen (Keimfähigkeit, Lagerung, Frische) können wir keine Garantie auf die Keimung übernehmen – zu viele äußere Faktoren beim Anbau spielen eine Rolle.
Bitte informiere Dich vor dem Kauf über die in Deinem Land geltenden Gesetze und Einfuhrbestimmungen.
Unsere Samen sind – sofern erlaubt – ausschließlich zur Pflanzenanzucht bestimmt.
Weitere Informationen findest Du in unseren AGBs oder direkt per Mail: support@gardenshaman.eu 🙂
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